Unterwegs sein – auf dem Weg im Glauben
"Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Doch an Gott glaube ich noch. Ich rede mit ihm, wenn ich es brauche. Ich bin nicht verrückt. Nein, ich rede mit ihm."
Mit solchen oder ähnlichen Worten beschreiben manche Menschen, die in die Kircheneintrittsstelle kommen, ihre Gefühle. Sie erzählen auch von ihrer Entscheidung, kein Mitglied der Kirche mehr sein zu wollen. Sie haben mit dem Kirchenaustritt eine klare, endgültige Entscheidung getroffen - jedenfalls solange, bis sie vielleicht zu einer weiteren Entscheidung
gelangt sind. Als einen Zustand von "unterwegs sein" beschreiben sie diese Zeit, in der sie zahlreichen inneren und äußeren Veränderungen unterworfen sind.
Neue Lebenserfahrungen öffnen dann den Weg für neue Lebenseinsichten. Wie die äußeren Umstände sich verändern, so verändert sich auch das Denken. Nicht jeder Gedanke wird sofort erfasst. Man wird sicherlich immer wieder innehalten und zurückschauen. Aber fest steht: Wir leben – und die Welt verändert sich. Und damit wir uns selbst auch.
Bei allen Veränderungen bleibt doch immer auch etwas: Es sind die Dinge, die wir einmal gelernt haben, Worte, Lieder, Bilder. Es sind Erfahrungen, die wir gemacht haben. Ich denke an Erfahrungen, die ermutigt, getröstet und gestärkt haben. Sie können hindurch tragen durch dunkle Zeiten und durch schwierige Lebensphasen. Sie geben Hoffnung und Zuversicht. So unterschiedlich im Einzelnen diese Erfahrungen sein mögen – sie sind Zeichen eines Glaubens, der bewahrt und erhält.
Die Mitarbeitenden in der Eintrittsstelle erleben immer wieder solche Erfahrungen des Glaubens. Sie freuen sich, wenn sie andere auf diesem Weg begleiten können. Wir sind jederzeit für ein Gespräch da!